A day of keep hoping
Mit dem Frühling erwacht im Normalfall das Leben aus dem Winterschlaf. Mit den wärmeren Sonnenstrahlen bekommt man mehr Energie und Motivation. Man will endlich mehr raus an die frische Luft und etwas tun. Die Orga eines Osterfestes ist die perfekte Gelegenheit den Tatendrang und Motivationsschub auszuleben.
Anfangs hatten wir überhaupt keine Pläne für das Fest gehabt. Wir wollten nur gemeinsam Eier färben, Gebäck backen und hübsche Körbchen für family & friends basteln. Mehr nicht. Je näher das Fest kam, umso mehr Sonnenstunden konnten wir draußen genießen, desto mehr Energie konnten wir schöpfen. Und siehe da: Plötzlich haben wir ein Osterfest auszurichten. Die Einladungen wurden ausgesprochen und bestätigt – aber was machen wir denn nun?
Ich wollte etwas Traditionelles aber auch gerne „modern“ interpretiert kochen und servieren. Maultaschen, ja gern, aber irgendwie, war es mir dann doch zu „Normal“. Dann ist mir beim Durchstöbern im Osiander https://www.osiander.de/ ein tolles Buch aufgefallen, welches genau zu dem Anlass gepasst hatte: „ Mit Teigtaschen um die Welt“.
Wir haben uns recht zügig für drei Sorten, die wir servieren wollten, entschieden:
- Cappellacci mit Kürbis-Parmesanfüllung in Salbeibutter
- Halbmonde mit Ziegenkäse und roten Zwiebeln
- Gelbe Teigtaschen mit Kalbfleisch und Spinat
Die Vor- und Nachspeise (eine mediterrane Zucchinisuppe mit Pancetta & Gekochte Sahne mit Heimberren) standen auch schnell fest. Und zack stand das Menü auf dem Papier, das jedoch dank vieler Helfer gekippt wurde und wir somit weniger Arbeit hatten. Auch gut, kann mich nicht beschweren! Meine Schwiegermutter kümmerte sich um die Vorspeise. Es gab selbstgeräucherten Lachs mit selbstgebackenem Sauerteigbrot und einem superleckeren Dill-Senf-Dip. Zu unseren „modern interpretierten“ Maultaschen bereite unser Chefkoch, alias Schwiegervater, verschiedene Soßen zu. Es gab eine Tomatensoße, Sabei-Butter, Spargelsoße, Kräuteryoghurt … etc. Wer Lust und nicht genug vom Käse hatte, konnte seine Raviollis im Parmesanleib welzen. Das Leib hatten wir extra zum Fest frisch geöffnet. Einfach fantastisch! Meine Eltern besorgten den passenden Wein dazu und schon war das ein Schmaus. Mit jedermanns Zustimmung haben wir auf das Dessert verzichtet. Es gab sowieso zu viel Gebäck und in den Osterpäckchen gab es auch reichlich Schokolade, sodass wir mehr als genug für jeden hatten.
Unsere Ostergeschenke waren Osterkörbchen mit Hasen-Gebäck, natürlich Schocki und Pysanki. Ich hatte letztes Jahr von meinen Eltern eine Kistka von meiner Uroma aus der Ukraine bringen lassen. Und wollte unbedingt die Eier so bemalen, wie ich es mit meiner Uroma früher als kleines Mädchen gemacht hatte. Gesagt, getan. Es war ein größeres Unterfangen und dieses entwickelte sich zu mehreren Nachtschichten. Es hat aber wahnsinnig viel Spaß gehabt.
Die Eier müssen hart gekocht werden. Die Farbe ich tiefe Gläser aufgelöst werden. Und dann kann es los gehen. Ich hatte anfangs überhaupt keine Ahnung, wie und womit ich anfangen soll. Habe meine Oma nach sämtlichen Details ausgefragt und mir Inspiration einer ukrainischen YouTuberin eingeholt . Zwei Dinge, die man unbedingt braucht, ist eine Kistka und Wachs. Ich habe jetzt gelernt, dass es keinen Unterschied ausmacht, ob man Bienenwachs oder synthetischen Wachs nimmt. Funtioniert beides.
Es war mein erstes Mal nach einer sehr langen Zeit mal wieder. Die ersten Eier waren eine Katastrophe. Ich wollte schon aufgeben – aber nein! Irgendwann hatte ich den Dreh raus und es lief, sodass ich gar nicht aufhören wollte und konnte. Aber mir gingen weiße Eier aus – und das war unter anderem auch ein Problem Nachschub zu bekommen. Es gab nur braune Eier – egal, wo wir hin sind. Mein Mann fuhr sämtliche Bauernhöfe in der Nähe ab, Supermärkte und Automaten. Gibt´s nicht! Es sollte nicht sein. Ich meine mich zu erinnern, dass durch einen Eier-Tausch ich doch noch 10 weiße Eier bekommen hatte. Was für ein Glück!
Nach dem Familien-Schmaus gingen wir in unseren Garten, um noch ein wenig frische Luft zu schnappen und im Sandkasten zu spielen. Mit einem Gläschen Sauvignon Blanc vom Weingut Escher https://wein-escher.de/ genoßen wir alle den wunderschönen Sonnenuntergang in unserem Garten. Aus dem „Kein Plan“, wurde ein tolles Fest.Dieses Jahr werden wir wohl die Tradition an Ostern zu verreisen wieder aufnehmen. Zu mindestens dieses Jahr! Unsere Reisepässe liegen bereit und ich hoffe sehr, dass alles glatt läuft. Dann können wir die spaßigen Vorbereitungen zum Osterfest gemeinsam mit unserer Familie machen. Wir freuen uns sehr!