Crete Island, Greece

Fifty shades of blue


Kreta – jeder kennt die Insel. Ich habe das Gefühl, dass fast jeder irgendwie schon dort war. Entweder man liebt die Insel und kehrt immer wieder zurück. Oder die Begeisterung hielt sich nach dem Urlaub in Grenzen.

Bei mir persönlich trifft eher die letztere Beschreibung zu. Es gab einen ganz bestimmten Grund, warum wir uns für eine Woche auf Kreta entschieden haben. Ursprünglich wollten wir vier bis fünf Tage auf Santorini verbringen. Dies erwies sich als ein schwieriges Unterfangen. Einen Rückflug zu finden, der keine 19 Stunden dauern würde, war fast unmöglich. Ich wollte aber unbedingt Oia sehen, wenigstens bei einem Tagesausflug. So fiel die Entscheidung auf Kreta. Denn von dort aus kann man recht einfach mit einer Fähre rüber fahren. Auch die Wahl des Hotels für die Woche war nicht ganz einfach. So lang haben wir glaube ich noch nie gebraucht, um eine Bleibe zu finden. Glaube nach zwei oder drei Wochen, hatten wir uns dann doch festgelegt. Die Entscheidung fiel auch The GDM Island Adult Only Hotel. Es war ein ganz tolles Hotel. Was jedoch ein wenig schade ist, dass das Hotel im Grunde keine Serviceleistungen anbietet. Zum Beispiel kein Shuttle nach Heraklion oder zum Flughafen, keine Tagesausflüge. Das ist das Einzige, was ich bemängeln würde.

Im Hotel angekommen, hatten wir einen riesen Hunger. So ging es nicht direkt ins Zimmer, um Badekleidung an zuzuziehen,wie es sich eigentlich gehört, sondern schnell ins Restaurant. Das Essen dort im Hotel war vorzüglich. Gesättigt, glücklich und zufrieden gingen wir auf unserer Zimmer. Wir hatten auch das Glück, dass wir ein kostenloses Zimmerupgrade erhielten. Der Grund war, dass man aus den Unterlagen nicht nachvollziehen konnte, welche Zimmerart wir gebucht hatten. Naja umso besser war es für uns. Denn so hatten wir unseren eigenen Pool, den wir allerdings nicht genutzt hatten, 🙂 Wir machten uns also auf den Weg zum Strand, um noch die letzten Sonnenstunden des Tages zu genießen. Uns wurde schon häufig berichtet, dass das Meer in Griechenland ziemlich wellig sei und man nicht richtig schwimmen könne. Ja, in der Tat, das kann ich nun auch bestätigen. Obwohl das Wasser super warm war und es sich toll anfühlt im Salzwasser zu sein, was es doch ein wenig anstrengend gegen die Wellen anzukämpfen. Es war so toll, einfach mal an nichts zu denken, dem Meeresrauschen zu zuhören und die Seele baumeln zu lassen. Der Sand an den Füßen, Sonne auf der Haut und eine leichte Windbrise im Haare war eine unschlagbare Kombination zum Entspannen. Da wir recht spät zum Mittag gegessen hatten, hatten wir abends keinen Hunger. Daher beschlossen wir bei einem Gläschen Wein bei unserem privaten Pool den morgigen Tag zu planen.

Der 09.09. ist unser Jahrestag und wir haben es zur Tradition gemacht diesen “gebührend” zu feiern. Oder zumindest etwas Schönes an diesem Tag zu unternehmen.  Nach einem ausgiebigen Frühstück mit Blick auf das Meer machen wir uns auf den Weg nach Heraklion und um mit der Fähre nach Santorini zu fahren.  An der Rezeption im Hotel hatten wir extra noch mal angefragt, ob es möglich ist auf die eigene Faust dorthin zu fahren. “Jeder Zeit”! Nach dieser bejahenden und sehr ermutigenden Antwort, war die Vorfreude riesig. Ich habe mir bereits alles schön vorgestellt und ausgemalt, wie wir verliebt durch die engen und malerischen aber völlig überfüllten Gässchen von Oia spazierten, bei einem leckeren Lunch auf uns mit einem Glas Sekt anstoßen und die wunderschöne Aussicht genießen. Hört sich super an, nicht wahr?! Wäre aber zu schön um wahr zu sein. Und ganz ehrlich ich hatte es schon fast erwartet, dass es anders kommen soll. 🙂  Am Hafen in Heraklion angekommen, war es wir ausgestorben und da hat sich mein ungutes Gefühl bewahrheitet. Die Frauen am Schalter sagten uns, dass die Fähre täglich nur um 08:30 abfahren würde. Tja wir waren circa 4 Stunden zu spät. 😀 Ziemlich enttäuscht schleppten wir uns zurück zum Hotel. Auf dem Rückweg malten wir uns einen neuen Plan für den Tag und die restliche Woche aus. Im Nachhinein hat es sich rausgestellt, es war das Beste, was uns passieren hätte können. Nach dem wir uns während des Fußmarsches zum Hotel über die schief gelaufene Santorini-Mission abgeregt hatten, entdeckten  wir ein zauberhaftes, kleines Restaurant auf einer Klippe. Island Restaurant Gouves. Also gingen wir auf einen Drink rein. Das war der perfekte Ort für unseren Jahrestag. Der Ausblick, die Drinks und das Essen erst – yummy. Perfekt! Daher reservierten wir uns schnell einen Tisch für zwei für den heutigen Abend. Den restlichen Tag verbrachten wir gemütlich am Pool mit einen Buch und Aperol. 😀 Urlaub ist schon eine ganz feine Sache. 😀Es wurde Abend – wir machten uns hübsch. Es war der Anfang eines perfekten Abends. Wir genossen einen wunderschönen Sonnenuntergang bei einem Glas Prosecco. Es fühlt sich so toll an,  nach bereits so vielen Jahren, immer noch verliebt zu sein. Wir setzten den Abend im Restaurant fort.  Ich kann es nicht in Worte fassen und werde es auch. Es war einfach perfekt von Anfang bis zum Ende. Worte wären hier zu viel.

In den nächsten Tag starteten wir etwas später. Jedoch war er umso schöner. Wir haben uns für diesen Tag einen Wagen gemietet und fuhren 2,5 Stunden in die zweitgrößte Stadt der Insel. Chania.Die Fahrt  nach Chania hat sich ein bisschen gezogen, aber es war schön ein bisschen mehr von der Insel zu sehen. In der Stadt angekommen, war es schwer einen Parkplatz zu finden. Nach einer gefühlten Ewigkeit war es dann soweit. Es war unfassbar heiß an dem Tag also suchten wir uns zunächst ein schattiges Plätzchen in der ganz süßen Innenstadt. Nach einem Erfrischungsgetränk gingen wir zum Venezianischen Hafen. Dieser ist wirklich super schön. Dort hielten wir uns die ganze Zeit auch auf. Die lange Fahrt hat sich allein dafür bereits gelohnt. Wir liefen planlos rum, was eigentlich auch schön war, genossen das Meer und die Sonne. Wir wären nicht in Griechenland, wenn wir kein Gyros gegessen hätten. So beschlossen wir genau hier am Hafen das leckere traditionelle Gericht zu genießen. Entlang des Hafens spazierend, entdeckten wir eine hübsche Bar. So gönnten wir uns einen Cocktail und beobachteten die vorbeilaufenden Menschen. Hört sich komisch und mies an, aber es hat unheimlich viel Spaß gemacht. Auf dem Rückweg nach Gouves haben wir noch einen Zwischenstopp eingelegt. Irgendwo im Nirgendwo fuhren wir immer mal wieder an Stränden vorbei mit Beach Bars. Irgendwie sahen diese echt cool aus. Diese Hütten am Strand haben uns so neugierig gemacht, dass wir tatsächlich anhielten. Der Strand war super! Einsam, drum rum ist wirklich nichts. Aber man hat dennoch alles was man braucht, denn an der Beach Bar erhält man Drinks, Essen, einfach alles. Hätten wir das Auto noch einen Tag länger so würden wir auf jeden Fall wieder hinfahren.Gegenüber der Autovermietung und ganz in der Nähe des Hotel gibt es ein Fischrestaurant, Medusa Restaurant. Wir hatten extrem Lust auf Calamaris. Viel möchte ich dazu nicht schreiben und das Restaurant auch nicht weiterempfehlen. Vielleicht haben wir einfach einen Abend erwischt, an dem der Koch schlechte Laune hatte. Wer weiß.

Meine Santorini-Mission konnte ich am nächsten Tag abschließen. Doch dazu im nächsten Post mehr. Die restlichen Tage verbrachten wir gemütlich am Pool.  Mein Kreta-Fazit ist der folgende: Schöne Insel, aber ein Wiedersehen wird es wahrscheinlich nicht geben. Nur am Pool zu liegen bzw. am Strand ist kein Urlaub weder für mich noch für meinen Freund. Es war dennoch schön die Insel kennen gelernt zu haben.

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