Schneespaß in der letzten Minute
Die prophezeite Schneesicherheit in Füssen hat sich für uns leider nicht bewahrheitet. Zumindest nicht sofort. Wir wurden bei der Ankunft bitter enttäuscht. Kein Millimeter Schnee. Nirgendwo. Super enttäuscht machten wir das Beste aus der Situation.
Letztes Jahr verbrachten wir den Jahresanfang in Garmisch Partenkirchen. Ich und wir alle haben uns in die Stadt und Gegend sofort verliebt. Der Jahresanfang hätte nicht besser sein können. Und das wollten wir 2026 natürlich wiederholen. Garmisch war leider schon fast gänzlich ausgebucht. Und das, was übrig war, war uns zu teuer und hat uns nicht gefallen.
Mir war schon bei der Suche nach Alternativen bewusst, das wird alles wahrscheinlich mit Garmisch nicht mithalten können. Wir wurden aber fündig. Und zwar in Füssen. Ein super süßes Landhotel Kössel ( Home | Landhaus Kössel Hopfen am See im Allgäu ). Es war wirklich ein Traum – Klein, kuschelig, abgelegen aber auch nicht im Nirgendwo!

Wie gesagt, bei der Ankunft lag einfach kein Schnee. Auch auf die Nachfrage bei der Touristeninformation vertröstete man uns – Es wird Schnee erwartet. Wir schlenderten durch die Innenstadt. Dort waren sogar noch Weihnachtsbuden aufgestellt. Also gab es für uns einen heißen Glühwein und für Moritz einen Punsch. Genau das Richtige für uns, denn es war bitter bitter kalt. Wir mussten uns bewegen, sonst würden wir erfrieren. Beeindruckt war ich, dass die Innenstadt immer noch Fachgeschäfte hat, wie ein Schuh- oder Hutfachgeschäft. Solche Läden habe ich ehrlicherweise schon seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen. Die Altstadt war wirklich schnuckelig – wir sind gern in Bayern. Das Spazieren und die Kälte machten uns ganz schön hungrig. Wir suchten uns ein uriges Restaurant und schlemmerten Käsespätzle mit gerösteten Zwiebeln und natürlich darf mit einem Kind auch ein Schnitzel mit Pommes nicht fehlen. Alles schön und gut! Wir waren zufrieden und gesättigt im Hotel angekommen. Um den Abend gemütlich abzuschließen, spielten wir eine jeweils Runde „Mensch ärgere Dich nicht!“ und „Jenga“.
Als Moritz dann im Bettchen war, wagten wir einen Blick durch das Fenster und das war wir sahen, ließ uns ein wenig aufatmen. Es hat richtig doll geschneit! Ein richtiger Schneefall! Also konnten wir uns sicher sein, dass wir am nächsten Tag Schlitten fahren würden. Genau das wünschte ich mir so sehr für Moritz! Beruhigt, erleichtert und in guter Stimmung gingen auch wir ins Bett.


Morgens aufgewacht, war mein erster prüfender Blick durch das Fenster, um die Gewissheit zu haben, dass der Schnee auch wirklich noch lag 🙂 Ja, er liegt noch – also kann man gut gelaunt in den Tag starten.
Als wir dann nach einem super leckerem Frühstück uns auf den Weg zur Bergbahn machen wollten, mussten wir zunächst das Auto von dem vielen Schnee befreien. Es hat sogar noch mehr geschneit als man durch das Fenster saß. Es hat super lang gedauert bis das Auto dann endlich bereit war, um einsteigen zu können. Aber dann ging es endlich los zur Tegelbergbahn (Die Tegelbergbahn bringt Euch in die Winterwunderwelt – Tegelbergbahn).
Dort angekommen, war Moritz super happy, dass er in den Schneemaßen spielen durfte und konnte es kaum erwarten mit dem Schlitten los zu düsen. Wie auch letztes Jahr hat alles wunderbar funktioniert mit dem Ausleihen, Gondelkarten kaufen, parken. Alles super gelaufen. Nur der Automat des Parkplatzes nimmt lediglich Münzen an. Keine Scheine, keine Karten. Gott sei Dank, hatten wir im Auto noch ein paar Münzen übrig. Lehre für uns immer ein weinig Bargeld inkl. Münzen dabei haben.

Mir hat die Umgebung rund um die Tegelbergbahn super gut gefallen. Wir konnten Schlitten fahren mit einem super Blick auf das Schloss Neuschwanstein genießen. Ein paar Meter weiter ist eine Skischule – Was für uns dann in naher Zukunft sehr wichtig sein wird. Zum Essen und Trinken gibt es genügend Möglichkeiten. Und auch ganz oben auf dem Berg genießt man eine fantastische Aussicht, obwohl wir etwas verwundert waren, dass es dort keine Skipiste gibt. Aber zum Wandern ist es ideal!

Ganz oben auf der Bergstation tankten wir noch bei einem Apfelstrudel Kräfte für den Schlitten-Spaß. Die Sonne ließ sich auch am Nachmittag blicken, sodass der Tag ein voller Erfolg wurde. Selbst mir hat das Schlittenfahren so gut gefahren, dass ich gerne die steilen Berghügel wieder hochlief, um wieder kreischend runter zu düsen. Obwohl ich gestehen muss, dass ich am nächsten Tag schon einen ordentlichen Muskelkater hatte.
Auch wenn wir wahnsinnig viel Spaß hatten und dauerhaft in Bewegung waren, wurde es irgendwann wirklich kalt und wir mussten uns dringend aufwärmen. Selbst die dicksten Winterschuhe hielten die Füße nicht mehr warm. Moritz hatten wir nur mit Mühe von der Piste gekriegt. Ich denke er könnte noch bis es dunkel wurde, weiterfahren – und Kälte spielt bei dem Winterspaß auch keine Rolle. Aber nicht nur wegen der Kälte, sondern weil es auch Zeit für ein Abendessen wurde, machten wir uns auf den Weg.


Geplant war Burger essen zu gehen. Aber auf der Rückfahrt ist uns ein kleines Restaurant „Maucher´s“ (Allgäuer Spezialitäten in Hopfen / Füssen – Maucher´s Restaurant) aufgefallen. Wir haben uns im Internet danach erkundigt und einen Blick auf die Speisekarte geworfen – ja, da gehen wir hin. Und gut, dass mein Mann so vorrauschauend ist und vorher telefonisch reserviert hat. In der Tat wir wurden nicht enttäuscht. Wir hatten fantastische Spare Ribs, einen unglaublich leckeren Wein genießen können. Es war wirklich ein perfekter Abschluss von unserem winterlichen Abenteuer.
Der Winterurlaub war eine emotionale Achterbahn – von Enttäuschung, Zurückschraubung unserer Erwartungen, Überraschungen, Spaß und Freude. Wir hatten eine tolle Zeit gehabt. Ich denke nicht, dass es das letzte Mal war. Die Gegend bietet einfach sehr viel und ist für uns als Familie eigentlich perfekt. Es wäre nur schön, wenn der Schnee gleich bei der Ankunft liegen würde. Vielleicht nächstes Mal.