California Dreaming

Moving from place to place discovering the world


The City of Angels.

 L.A. – ich vermute viele von uns haben den Wunsch  das sonnige Kalifornien irgendwann zu besichtigen. In die Welt der Schönen und Reichen einzutauchen, das Glitzer und Glamour von Hollywood zu erleben. Alle Welt zieht es früher oder später nach Los Angeles …..

Vieles, wirklich vieles deutete darauf hin, dass Los Angeles meine absolute Lieblingsstadt in ganz USA sein wird. Vor der Reise hatte ich das Gefühl – entweder man liebt sie oder man hasst sie. “Langweilige Stadt”, “Dreckige Stadt”, “Drogenstadt” … etc. Viele negative Kommentare fielen in Bezug auf die Stadt der Stars. Trotz allem war ich betonfest davon überzeugt: diese Stadt, das wird die Eine sein!!! Ein langersehnter Traum wurde war! Ich war endlich da!!!Das ansonsten sonnendurchflutete Los Angeles hat uns sich von seiner grauen, regnerischen und kalten Seite gezeigt. Damit haben wir eigentlich überhaupt gar nicht gerechnet – und wussten es auch nicht, dass das schlechte Wetter ein paar Tage andauern kann. Unser Aufenthalt war so gar nicht California like. Doch die Hoffnung stirbt zuletzt.

Für die vier Tage haben wir uns für das The LINE Hotel  in Koreatown entschieden. Super zentral, super modern und super hip. Wir hatten einen tollen Ausblick aus unserem Zimmer. Noch einen besseren und spektakulären Ausblick auf das “einstöckige Amerika” bekommt man aus einem Zimmer auf den letzten drei Stockwerken. Eigentlich wollten wir unser gebuchtes Zimmer upgraden – haben es aber total vergessen. Na ja wie dem auch sei, angekommen im Hotel, waren wir erst Mal ein wenig mit der Situation überfordert. Es hat den ganzen Weg von Las Vegas nach LA durchgeregnet und es gab keine Hoffnung, dass der Regen irgendwann an dem Tag zumindest mal ein bisschen schwächer werden würde. Im Zimmer bleiben geht nicht, aber draußen rumlaufen wird auch nicht funktionieren. Also stiegen wir ins Auto und machten uns auf den Weg zum Venice Beach, um zumindest dort ein schönes Dinner zu bekommen. Nach einem Cheeseburger & einer leckeren Poke Bowl gingen wir am menschenleeren Strand unter einem Regenschirm bei strömendem Regen spazieren. Weit sind wir aber nicht gekommen, deshalb endete unser erster Abend im Hotel bei einem Gläschen Wein mit der Hoffnung, dass es morgen besser sein wird. Da wir von chaotischen Zuständen auf den Straßen gehört haben ( …und zum Teil auch schon selbst erleben durften), haben wir die Zeit sinnvoll genutzt und einen Plan für den nächsten Tag geschaffen, was wir anschauen wollen, wann wir es tuen und in welcher Reihenfolge.

Den zweiten Tag starteten wir gemütlich, jedoch richtete sich der erste Blick zum Fenster raus, um den sonnigen Morgen vom gestrigen Wetterbericht zu bestätigen. In der Tat ein paar Sonnenstrahlen kämpften sich durch. Es gab also doch noch einen Funken Hoffnung auf ein gutes Wetter. Nach dem Frühstück war unsere erste Station die Melrose Avenue und die unzähligen weltbekannten Graffitis.

Die “Made in LA”-Wall – Adresse: 714 N Laurel AveUm noch ein paar andere zu nennen, die ich persönlich super cool finde:

  • Paul Smith Pink Wall  – Adresse: Melrose Avenue 8221
  • Love Wall – Adresse: Abbot Kinney Blvd
  • Dots Wall / Arts District – Adresse: 608 Mateo Street
  • Pink Wings – Adresse: Kreuzung Melrose Ave/ Ogden Drive

Von Wandmalerei ging es nun zum Walk of Fame. Von der Parksituation brauche ich, glaube ich gar nicht erst anfangen. Es ist super schwer da eine Lücke zu finden. Wir haben sie nicht entdecken können, deshalb haben wir uns für einen Parkhaus entschieden. Achtung: Jede 15 Minuten steigt der Zahlungsbetrag um weitere 12$!!! Aber der Höchsttagessatz beträgt Gott sei Dank in etwa 35$. Also konnten wir uns in “Ruhe” die vielen vielen Sterne anschauen. Es wäre ja nicht Hollywood, wenn nicht irgendwo ein Film gedreht wird. So sind wir auch in die Dreharbeiten irgendeines Films unabsichtlich reingeplatzt und wurden sogar gefragt, ob wir zur Backstage Crew gehören würden. Uns war das zu viel Rampenlicht, also verneinten wir kurz & prägnant die Frage und verließen die Kulisse möglichst schnell  😀 Auf dem Walk of Fame sieht man ein paar bekannte Namen, aber es kann auch sein, dass man auf den Asphalt starrend läuft und weiter läuft und kein einziger Name sagt einem etwas. Zum Teil echt deprimierend, da der Weg seeeehr lang ist. Zum Glück sind wir ein gutes Stückchen gelaufen und haben ein paar Lieblingsnamen entdecken können, wie Pharell Williams, Claire Danes, Kevin Costner, Quentin Tarantino …etc. Das Zusammentreffen mit den Hollywood-Sternchen hat uns echt hungrig gemacht. Der Weg führte uns direkt zu In-N-Out-Burger Restaurant. Das waren die besten Burger, die wir gegessen haben. So frisch und knackig, wirklich perfekt. Da wir so begeistert von dem Restaurant waren, haben wir In-N-Out-Burger häufiger auf der Reise aufgesucht. 😀

Beim Laufen auf dem Walk of Fame sieht man schon an manchen Ecken das Hollywood Sign, welches unsere nächste Station war. Auf unserem super tollen Tom Tom Navi waren schon unzählige Attraktionen und Aussichtspunkte vorprogrammiert, sodass wir uns die Suche nach den genauen Adressen sparen konnten. Direkt vor dem Zeichnen kann man nicht parken, eigentlich auch nicht durchfahren, es sei denn man besitzt dort ein Grundstück/ Haus. Deshalb muss man ein kleines Stückchen berghoch laufen. Wenn man nicht unbedingt die drei Routen ( Mt Hollywood Trail – einfach, The Canyon Drive Trail – moderat, The Cahuenga Peak Trail – schwer) wandern möchte, dann parkt man an Besten irgendwo am Canyon Lake Drive, läuft ein Stückchen und von dort hat man eine sehr gute Aussicht. Um ein bisschen runter zukommen und vielleicht ein wenig länger als 30 Minuten das Auto abzustellen, sind wir zum Griffith Park gefahren. Bei gutem Wetter könnte man dort den ganzen Tag verbringen. Ob Grillen, Chillen oder Federball spielen, perfekter Ort um sich zu entspannen oder einfach abzuschalten. Ganz oben an der Griffith Obervatory haben wir noch die Aussicht auf “ganz” LA genossen. Über ganz LA wahrscheinlich nicht, denn meine Güte ist die Stadt riesig. Einfach gigantisch!

Die Beschwerden und Warnungen, von wegen extrem schlimmer Verkehr in der Innenstadt, haben uns nicht getroffen, vielleicht war es auch nur Glück. Aber demzufolge waren wir sehr gut im Zeitplan. Also beschlossen wir doch noch einen Abstecher zum Rodeo Drive zu machen. Lang an einem Ort können wir sowieso nicht sitzen bleiben 😀 Die schicksten Boutiquen, die nobelsten Karossen treffen sich hier. Prada hier, Bentley dort … Geld spielt hier überhaupt keine Rolle. Eigentlich waren wir auf der Suche nach einer Location zum Dinner. Aber im Umkreis von einem Kilometer wollten wir uns nicht hinsetzten und Pobacken anspannen müssen bis die Rechnung kommt. 😀 Wir hatten noch knapp zwei Wochen in den USA vor uns 😉 Deshalb sind wir den Rodeo Drive lediglich entlang gelaufen und haben somit auch einen Spaziergang in Beverly Hills gemacht.  Um den Hunger ein wenig zu stillen, da das Magenknurren anfing zu laut zu sein und wir nicht wussten, wie schnell wir etwas Bezahlbares und Anständiges finden, haben wir uns eine Poke Bowl geteilt. Bei Mainland Poke (130 S Beverly Dr, Beverly Hills) kann man sich eine Poke Bowl ganz individuell nach seinem eigenen Geschmack zusammenstellen. Wirklich, sehr empfehlenswert und suuuuper lecker!!! Es hat nicht lang gedauert bis wir einen Mexikaner gefunden hatten, Frida Mexican Cuisine (236 S Beverly Dr. Beverly Hills). Und da habe ich endlich meine heißgeliebten Quesadillas bekommen. Mein Gott, ich liebe sie!!! Wir haben schon einige Mexikaner bei uns in Stuttgart ausprobiert, aber keiner konnte wirklich überzeugen. PS: lecker Strawberry Magheritas servieren sie auch 😉 Der Abschluss unserer Tagestour war das LACMA Museum. Dort hielten wir uns noch ein bisschen auf, fassten unsere Eindrücke zusammen und beschlossen den morgigen Tag nur am Strand zu verbringen. Das Auto abstellen und im Sand rumlaufen, sonst nichts. Nachdem die Sonne untergegangen war, war es an der Zeit Kräfte für morgen zu sammeln.  Der Plan für den Tag war also den ganzen Tag am Pazifik zu verbringen. Kein Auto fahren mehr, zumindest nicht den ganzen Tag, nicht mehr von Station zur Station zu hetzen, einfach nur relaxen. Fahren würden wir immer noch genug in den nächsten kommenden Tagen. Also packten wir unsere sieben Sachen und machten uns auf den Weg zum Venice Beach. Mal wieder, aber dieses Mal ohne Regen. Die erste Amtshandlung war ein Lokal zum Frühstücken zu finden. Das ist überhaupt kein Problem in Venice. Es wimmelt nur so von Essensstationen und Souvenierläden. Zum Frühstück hatten wir Huevos Roncheros bestellt und irgendwie war das nicht so mein Ding, deshalb verbleibe ich lieber bei den klassischen Pancakes mit Butter und Ahornsirup.

Als wir vom Hotel losgefahren sind, haben die warmen Sonnenstrahlen die Aussicht auf einen tollen Tag hingedeutet. Angekommen in Venice sah es ganz anders aus. Windig, kalt und mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder Regen. Dieses Mal haben wir uns aber nicht entmutigen lassen und haben beschlossen die ganze Strandpromenade bis nach Santa Monica zu laufen.  Wenn es sein muss auch bei Regen. Würde uns auf dem Weg etwas Cooles auffallen, so bleiben wir einfach stehen. Zeit hatten wir ja mehr als genug.  Es war schon erstaunlich, wie viel man erkannt hat oder einem vieles bekannt vorkam, obwohl man selbst noch nie Vorort gewesen war.  Der Skaterpark in Venice, das Riesenrad in Santa Monica …etc. Es war ein ganz toller Tag! Wir hatten so viel Spaß zusammen, obwohl das Wetter eigentlich eher dazu einlud zuhause zu bleiben und einen Serienmarathon zu starten. Angekommen auf dem Santa Monica Pier, an dem die Route 66 endet, haben wir uns erstmal einen Corn Dog gegönnt. Die waren echt super, insbesondere wenn man sie in Senf eintunkt 😀  Es ist so viel los dort, total überfüllt! Aber dafür eine Bombenstimmung! Ein Drummer hier, ein Gitarist da, weiter hinten ein Magier und so weiter und so fort. Also sollten wir jemals nach LA wieder kommen, werden wir auf jeden Fall die Strandpromenade ablaufen. Nur das nächste Mal mit einem Fahrrad oder Skateboard und bei super Wetter 🙂 Hoffentlich!

Obligatorisch bei jeder USA-Reise essen wir wenigstens ein Mal im Red Lobster. Wir dachten uns Los Angeles ist die beste Stadt um diese Tradition fortzuführen. Ich freue mich jetzt schon auf die nächste Amerika Reise! Und die kommt bestimmt ganz bald 😉 Der nächste Tag war wieder verregnet und kalt. Wir waren froh drum, dass wir an diesem Tag das kalte, verregnete LA verlassen würden. Es war echt schwer Auf Wiedersehen zu sagen, denn ich habe mir LA noch spektakulärer vorgestellt und ich hatte das Gefühl wir haben noch nicht alles Sehenswerte gesehen. Irgendwann fehlte mir. Es war toll, keine Frage, aber so richtig gefunkt hat es nicht! Es hat eindeutig der Wow-Effekt gefehlt und ich bin überzeugt, dass es dem Wetter geschuldet ist!

Auf dem Weg nach San Francisco hatten wir einen Zwischenstopp eingeplant in Monterrey, Big SurEs hat die komplette Fahrt wie aus dem Eimer geschüttet und ich dachte mir das darf doch wohl nicht Wahr sein!!! Theoretisch wollten wir noch auf dem Weg einen kurzen Halt in Santa Barbara, San Luis Obispo machen. Daraus wurde nichts! Echt schade! Aber wir hatten echt Glück kurz bevor wir da waren, waren die Regenwolken endlich verschwunden. Um die Gelegenheit zu nutzen, sind wir schnell an den Strand, um ein paar Fotos bei Sonnenlicht zu schießen. Gott sei Dank haben wir die Chance ergriffen, denn am nächsten Tag hat es wieder geregnet.

Wenn ihr Big Sur besichtigt, nehmt euch bitte mehr Zeit dafür. Es gibt dort so tolle Orte und Plätzchen, die einfach wunderschön und sehenswert sind. Bixby Creek Bridge oder der Julia Pfeiffer Burns State Park sind eigentlich ein Must-See! Wir haben diese Orte nicht besichtigen können, wegen dem Wetter und die Zeit hat uns auch gefehlt. Das nächste Mal planen wir dafür auf jeden Fall zwei Tage mehr ein! Uns ist da echt was entgangen. 🙁Dennoch war es ganz toll, dass wir dort angehalten haben. Wir hatten ein tolles kleines Hotel, ganz im American Style und in der Nähe vom Hotel gab es einen Chinesen, Great Chinese Wall Restaurant (724 Abrego St. Monterrey). Dort hatten wir unseren Abend bei super leckerer Ente beendet und am nächsten Tag würden wir unsere Reise nach San Francisco fortsetzen …..

6 Gedanken zu „California Dreaming“

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