Unsere alljährliche Erholungswoche im Norden
Wir führen unsere Tradition fort und verreisen im September mit der ganzen Familie für eine Woche nach Norwegen. Normalerweise passieren uns auf Reisen immer irgendwelche seltsamen Dinge und Ereignisse, doch dieses Mal verlief erstaunlicherweise und für uns ungewohnter Weise nach Plan.
Meine Eltern haben wie jedes Jahr ein Ferienhaus in Etne gebucht und wir gehen seit vier Jahren mit. Weil wir uns dort immer sehr gut erholen können und die Natur genießen können, sodass sich Norwegen zu unserem Lieblingsurlaubsland entwickelte. Wir buchten unsere Flüge und ein Mietauto weit im Voraus – und es hat alles, ohne große Hindernisse, wunderbar funktioniert. Wir hatten uns nur zwei Programmpunkte für die Woche vorgenommen, einmal einen Ausflug an den Strand und eine Wanderung. Mehr nicht, schließlich stand bei uns die Erholung auf erster Stelle 😊
Auf die Wanderung haben wir im Endeffekt dann doch verzichtet. Wir fanden beide, dass Moritz noch zu klein ist, um ihn den ganzen Tag bei Oma und Opa zu lassen, sodass wir in dieser Zeit ruhig und entspannt wandern könnten. Weshalb wir unsere Wandertour auf das nächste Mal verschoben haben. So haben wir einen weiteren Grund nochmal nach Etne zu reisen.
Am Ankunftstag ist nicht mehr viel passiert außer, dass wir alle uns viel zu erzählen hatten, die Umgebung zu erkunden und gemeinsam den wunderschönen Sonnenuntergang beim Grillen zu genießen. Ich war bereits letztes Jahr mit Moritz dort. Doch dieses Mal konnte er bereits laufen, toben und seine Wünsche äußern. Es war im Grunde ein völlig anderer Urlaub. Er hatte das Trampolin entdeckt – dieses wurde jeden Tag ausgiebig von uns allen genutzt. Wir haben gefischt, Ball gespielt, spaziert, Boot gefahren … etc. Es war herrlich!
Zudem hatten wir auch einen wahninns Glück mit dem Wetter. Es war schon fast sommerlich und für meinen Geschmack teilweise ein wenig zu warm. Wir hatten unsere Woche in vollen Zügen genossen.
Im Gegensatz zum vergangenen Mal hatten wir das Nachbarhaus, welches deutlich moderner und offener ist. Und zudem ist es direkt am Wasser und man hat einen fantastischen Blick auf den Fjörd. Das Haus hat uns wahnsinnig gut gefallen, sodass wir es schon präferieren würden dasselbe wieder zu buchen. Doch leider ist dieses superschnell ausgebucht, da muss man schon echt Glück haben ein freies Zeitfenster zu ergattern.
Wir haben auch sehr viel Zeit draußen verbracht, aufgrund des Wetters, weil es so gut, wie gar kein Verkehr vorhanden ist, viel Rasenfläche mit Spielplatz, Fußballfläche und Trampolin. Es hat einen super Grillplatz mit überdachter Sitzecke. Wir grillten so gut, wie jeden Abend. Das freute unseren Sohn sehr. Er liebt es zu grillen und gegrillte Würstchen sind das A und O. Während die Würstchen auf dem Rost bruzzelten, waren wir damit in der Regel damit beschäftigt entweder zu angeln oder die Krebse auf den Netzen zu befreien. Beim letzten Mal hatten wir Austern am Strand gesammelt und zurück ins Wasser geschmissen. Dieses Mal waren Krebse dran. Moritz fand es super toll, als sie ins Wasser plumpsten allerdings nicht so toll, als sie während der „Befreiung“ ganz dolle zappelten.
Trotz der wunderschönen und entspannten Umgebung wollten wir ein wenig was erkunden. Deshalb haben wir auf einen besonders sonnigen Tag gewartet, um an den Strand zu fahren. Wir packten uns ein Versper ein und machten uns auf dem Weg. Wie schon mal berichtet die Reisezeit mit dem Auto in Norwegen ziehen sich manchmal in die Länge. Das war dieses Mal auch nicht anders, aber da Mo auf dem Weg eingeschlafen ist, war die Fahrt dann doch ganz schön entspannt. Wir konnten sogar eine kurze Kaffeepause einlegen.
Als wir am Parkplatz von Åkrasanden Strand ankamen, war dieser so gut wie leer und das war schon mal ein gutes Zeichen. Dann entdeckten wir lauter freilaufende ganz wuschelige Schafe. Da waren wir alle aus dem Häuschen. Die sind so unglaublich süß, waren aber leider ein wenig scheu, sodass wir die nicht streicheln konnten. Wir ließen sie in Ruhe und sind dann weiter an den Stand. Und es war unglaublich!!! Wir hatten das Gefühl, wir wären irgendwo in der Karibik gelandet. Der warme, ganz feine Sand, die leichten Wellen des Meeres und wie sauber das Wasser und die Umgebung ist! Sehr zu empfehlen, dieser Ort!!! Wir werden auf jeden Fall wieder kommen! Nur muss man auf jeden Fall alles selber mitbringen, drum rum gibt es nicht viel – und wenn man etwas braucht, muss man weit fahren! Also muss das nächste Mal ein größerer Picknickkorb mit!
In Rogaland, in der Nähe vom Karmøy gibt es mehrere solcher Strände. Man muss sich nur entscheiden an welchen man will. Die sind alle wunderschön! Die anderen haben wir uns für das nächste Mal aufgehoben. Auf dem Heimweg haben wir noch einen Zwischenstopp in Etne eingelegt, um noch Burger mit Fritten zu schlemmen. Nicht gerade günstig – aber Mo hat sich gefreut! Wir hatten einen wundervollen Tag, an welchen ich mich gerne zurückerinnere. Insbesondere an den Moment als meine Jungs völlig wild am Strand getobt haben. Das war mein Lieblingsurlaubsmoment, welchen ich extrem genossen habe und ihnen gerne zugeschaut habe. Ich hoffe auf mehr solcher Momente in der Zukunft!
Nach ein paar Tagen Erholung und Ruhe haben wir alle zusammen einen Tagesausflug nach Haugesund gemacht. Wir waren schon ein paar Mal da, aber so voll habe ich die Stadt noch nie erlebt. Grund war: Ein Kreuzfahrtschiff war im Hafen. Es wimmelte und trubbelte überall – wir hatten trotzdem überall wo wir wollten einen Tisch bekommen.
Moritz hatte am meisten Spaß an Hafen gehabt. Die großen Schiffe und Boote ziehen ihn magisch an. Die Eltern und Großeltern konnten dafür in Ruhe einen leckeren Kaffee bei spätsommerlichen Sonnenstrahlen trinken. Leider konnten wir nicht herausfinden, wann der Markttag in Haugesund ist. Den Markt hätte ich zu gern erlebt. Ich liebe Märkte! Die Markthalle in Bergen war Liebe auf den ersten Blick! Die in Haugesund werden wir das nächste Mal auf jeden Fall auch besichtigen!
Statt einer Wanderung für die Eltern gab es eine Familienwanderung mit Kind und Oma, auf welcher wir überraschenderweise auf eine Herde von Ziegen getroffen haben. Das fand Moritz überhaupt nicht gut. Auch wenn wir ihm zeigten, dass die Ziegen friedlich sind indem wir sie streichelt, hatte er geweint und wollte weg. Also machten wir uns weiter auf den Weg. 😀 Um ganz ehrlich zu sein, hatte auch ich ein wenig Bammel die ganz großen zu streicheln und hatte darauf gehofft, dass den Ziegenbock ja nicht anfängt zu bocken 😀 Es ging gut aus. Uns wurde klar, Mo ist kein Ziegen-Freund. Doch auf dem Rückweg wollte er unbedingt zu ihnen zurück und wollte gar nicht mehr gehen. Der erste Eindruck täuscht manchmal 😊
Wir hatten eine wunderschöne Woche in Norwegen verbracht und gut erholt und für den Winter Kräfte gesammelt. Es wurde Zeit nach Hause zu gehen. Wir hatten uns entschieden nachmittags zu fliegen mit einem Zwischenstopp in Kopenhagen. Grund dafür war, dass wir nicht mitten in der Nacht aufstehen und fahren wollten. Doch das bereuten wir spätestens bei dem Zwischenstopp. Der Flughafen in Kopenhagen ist ziemlich groß. Wir dachten der Zwischenstopp würde uns guttun um sich die Beine zu vertreten und einen Happen zu essen. Doch der Aufenthalt war alles andere als entspannt. Es war viel los, alles hat sich verzögert, bis wir überhaupt unser Gate gefunden haben, hat alles sehr lang gedauert. Wir waren heil froh irgendwann im Flieger nach Frankfurt zu sitzen und dann nach Hause zu fliegen. Das lieber ausschlafen hätten wir lieber sein lassen, dann wären wir bestimmt schneller und früher zu Hause. Eine Lehre für das nächste Mal.