Dublin, Ireland

Irland – Es war Liebe auf den ersten Blick


Wir haben uns verliebt! Von der ersten Minute an. Seit wir aus dem Flieger herausgekommen sind. Die zehn Tage Roadtrip durch Irland waren, wie in einem Märchen. Ein Traum, aus dem man nicht wieder erwachen möchte und am Tag darauf Tagträume hat. 

Dank unser Lieblings Koch-Reise-Serie „Somebody feed Phil„Somebody Feed Phil“ ansehen | Netflix – offizielle Webseite sind wir auf das Reiseziel Irland gekommen. Wir fanden die Episode in Dublin echt spannend, die Gegend idyllisch und das Essen hervorragend … einfach perfekt für uns! Zudem hatte mein Mann einen Runden bevorstehen und für gewöhnlich, wenn nichts dazwischen kommt, verreisen wir an unseren Geburtstagen. An meinem Geburtstag waren wir in Dubai und nun war mein Mann dran. Einen guten Grund zum Verreisen hatten wir ja.

Da wir ein Kleinkind dabei haben, habe ich mich bewusst für eine Route an der Ostküste Irlands entschieden. Klar, die Westküste ist vielleicht spannender, abenteuerlicher und landschaftlich beeindruckender – Geschmackssache. Aber auch ganz schön schroff und rau, mit steilen Klippen und für mich mit Kind dann doch zu gefährlich. Für die zehn Tage hatten wir also die drei Stopps eingeplant:

Als wir in Dublin ankamen, war es, wie erwartet, bewölkt und es nieselte. Als wir das Mietauto abholten und es beladen hatten, gab es einen richtigen Wolkenbruch. Wir wurden gewarnt, dass wir keine zu hohen Erwartungen an das Wetter haben sollten und damit rechnen müssen, dass es sehr oft regnen wird. Wir haben natürlich unsere Regenjacken und Gummistiefel eingepackt, aber außer dem extremen Regen am Ankunftstag hatten wir ein super Wetter. An manchen Tagen sogar besser als zuhause, in Deutschland. Kurz gesagt, es stimmte einfach alles bei dieser Reise.

Da ich auch zuhause keine gute Autofahrerin bin, überließe ich das Vergnügen mit dem Rechtsverkehr klarzukommen meinem Mann. Ich bin mir ziemlich sicher, dass wenige Meter Fahrt mir ausreichen würden, um eine Krise zu bekommen oder sogar noch Schlimmeres. Aber auch für meinen Mann war das eine gewaltige Umstellung.

Heil im Hotel, im Zentrum Dublins!, angekommen, beschlossen wir den Rest des Abends im Hotel zu bleiben und nur einen kurzen Spaziergang zu machen. Ich war nicht unbedingt begeistert im Hotel zum Abend zu essen. Ich wollte die vielen kleinen, schnuckeligen, heimischen Restaurants und Pubs besuchen. Es hat sich aber herausgestellt, dass das Restaurant im Skylon Hotel eine unfassbar gute Küche hat.  Als wir zum Spaziergang daran vorbeigelaufen sind, dachte ich mir noch, warum um Gottes Willen ist da so voll. Wir hatten auch wirklich Schwierigkeiten bei der Ankunft, während der Stoßzeit zum Abendessen, auf dem Hotelparkplatz einen freien Platz zu bekommen. Die anfängliche Enttäuschung entwickelte sich zu einer euphorischen Begeisterung. Als Vorspeise gab es Miesmuscheln in Weißweinsauce. Sowas von lecker! Moritz wollte unbedingt Fisch und Chips. Also kriegte er die. Mein Mann wünschte sich die Ganskeule und ich hatte so Lust auf die Lammrippchen. Alles schmeckte unfassbar gut, so gut, dass ich an den Knochen nagen musste. 😀 Die Portionen waren auf den ersten Blick eher klein aber wir waren sowas von satt. Wie immer: Hätten wir doch lieber die Vorspeise nicht bestellt. Aber auf Miesmuscheln können wir so gut, wie nie verzichten.

Am nächsten Tag ging das Abenteuer bei Tageslicht in Dublin los. Wir fuhren mit dem Doubledecker ins Stadtzentrum. Es kündigte sich Regen an. Aber das störte uns gar nicht. Wir waren gut und auf jede Wetterlage vorbereitet. Die Innenstadt ist super schnuckelig und lebendig aber nicht zu überlaufen. Das fand ich besonders toll. Ich liebe alte Häuser mit den alten bunten und verzierten Eingangstüren, keine Wolkenkratzer drumherum, diese wunderschönen bunten alten Fassaden, die kleinen Pubs und überall Blumen … Das mochte ich so sehr! Wir hatten keinen Plan, wir spaziert und irrten nur herum, hielten Ausschau nach schönen Spots, Pubs, Restaurants … etc. Es war einfach so gemütlich und zwanglos irgendwie. Wir bemerkten gar nicht, wie lang wir eigentlich schon spazierten und dass es schon lang Zeit für Mittagessen ist. Und da hatte ich die Initiative ergriffen und wollte unbedingt in einem Pub essen. Es hat nicht lang gedauert, bis ich wurde fündig. Es ist ja auch im Grunde nicht schwer – J.R.Mahons´s  Ich habe es dort geliebt. Ich würde sagen der Pub ist moderner als ein paar Andere. Aber nichtsdestotrotz mega Inneneinrichtung. Die bunten Glasmosaikelemente, die lange Holztheke, die dunklen Räume, die Holzmöbel … das war schon sehr beeindruckend. Sobald man da sitzt, kommt man super schnell in den Irish Flow. Da muss man sich natürlich ein Guinness bestellen, obwohl man es gar nicht mag 😀 Es schreit förmlich danach.

Nach einer Stärkung schlenderten wir weiter durch die Stadt in Richtung der Temple Bar. Je näher wir dem Viertel kamen, desto offensichtlicher wurde, dass morgen in Irland ein Nationalfeiertag ist, nämlich der St.Patrick‘s Day. Die Häuser wurden noch hübscher, die Straßen kunstvoller und prachtvoller dekoriert und immer mehr Menschen verkleidet als grüne Kobolde. Es war eine überlaufene Gegend, klar angesichts des Feiertags – aber auch so, ist die Gegend wohl sehr gut besucht. Viele waren am Lachen, sich amüsieren, Trinken und Spaß haben. Vielleicht bin ich geprimed von Irland aber diese Menschenmassen haben mich dort seltsamerweise gar nicht gestört. Es war alles ziemlich human und trotz des Alkohols haben die Leute Rücksicht genommen – Vielleicht war es auch früh am Abend. Aber überrascht hat es mich trotzdem. 😊 Die Dekoration überall in der Stadt, Läden und Hotels hat mich ebenfalls beeindruckt. Die Stadt selsbt war ein Festplatz. Doch die Kreuzung bei der Temple Bar hat mich am meisten beeindruckt. Leuchtende Kleeblätter überall, Goldtöpfe und schwarze Koboldhüte. Die gute und besondere Stimmung hat uns auch mitgerissen. Wären wir zu zweit unterwegs, wären wir definitiv für ein oder zwei Getränke dort geblieben. Ein wenig erschöpft und bisschen hungrig begaben wir uns in Richtung Hotel, weil mein Mann dort in der Nähe ein mega schnuckeliges, kleines Restaurant entdeckt hatte. Dort wollten wir zu Abend essen. Auf dem Rückweg im Doubledecker, von welchem Moritz begeistert war, überlegten wir, wie und was wir denn morgen machen würden. Wenn man sich die Paraden von den letzten Jahren zum St. Patricks Day anschaut, geht es in der Stadt doch schon ordentlich zu. Darauf hatten wir nicht unbedingt Lust – wir brauchten eine Alternative. Und eine Alternative brauchten wir auch für das Abendessen, denn das präferierte Restaurant hatte leider zugehabt.

Wir hatten das Beste daraus gemacht und einen tollen Hotelzimmerabend mit Zeichentrickserie und Pizza gehabt. Insbesondere Moritz hat sich darüber gefreut.

Am nächsten Tag sind wir zur Feier des Tages, weil mein Mann auch ein Patrick ist 😊, lecker Pancakes frühstücken gegangen. Das waren seit einer längeren Zeit die besten Pancakes, die wir hatten. Gut und lecker gestärkt, fuhren wir in eine der Stadt entgegengesetzte Richtung. Und zwar in den Dublin Zoo. Das war die beste Idee, die wir hatten. Es war ein wunderbarer und tierisch spaßiger Tag, den wir insbesondere vor dem Tiger-Gehege verbracht hatten. Als Krönung hatte ich für den Abend einen Tisch für uns in dem Restaurant, in welchen mein Mann schon gestern essen wollte, reserviert. Es war ein fantastischer, aufregender aber auch der abschließende Tag in Dublin. Am nächsten Tag, war der 40.Geburtstag von meinem Mann und wir würden uns in ein Märchen weiter begeben.

Das Land hat uns gerufen … 

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