The World of Thousand & One Nights

Dubai – Glamour rose in the heart of the desert


Es war ein Mal eine Woche, die letzte des Jahres 2017, die einem Mädchen die Welt der fliegenden Teppiche und Wunderlampen offenbart hat … Um das Jahr genau so schön abzuschließen, wie es auf Bali begonnen hat, hat es uns in die Vereinigten Arabischen Emirate verschlagen. Ob das die beste Wahl war, kann ich immer noch nicht sagen. Aber Eines sei gesagt, Dubai hat durchaus sehr faszinierende Seiten.

Obwohl uns recht viele Optionen zur Verfügung standen, hatten wir uns doch recht schnell für Dubai entschieden. Nicht zuletzt, weil ich schon immer von der orientalischen Kultur fasziniert war und diese selbst kennen lernen wollte. Schon als kleines Mädchen war mein Lieblingszeichentrickfilm “Alladin” und ich wollte immer mal eine Prinzessin Yasmin sein. 🙂

Da die Entscheidung im April feststand, machten wir uns an den Buchungsprozess ran. Das erwies sich als schwieriger als gedacht. Offensichtlich ist Dubai ein sehr beliebtes Reiseziel im Winter und es waren nur noch wenige Hotels zu unserer Reisezeit verfügbar.

Tipp 1: Wenn man in den Wintermonaten nach Dubai verreisen möchte, sollte man sich frühzeitig um das Hotel kümmern. (Wenn man etwas “Guten” haben möchte)Letztendlich haben wir uns für das Mövenpick Hotel – Ibn Battuta Gate entschieden. Sehr empfehlenswert! Sauber, große Auswahl am Frühstücksbüffet, Shuttle Service zum Strand, drei Themen-Restaurants, eigentlich hat man dort alles, was man braucht und muss theoretisch das Hotel auch gar nicht verlassen. Aber so wie man uns kennt, bleiben wir dennoch nicht an einem Ort sitzen, auch wenn man uns an einen Stuhl fesseln würde. Weil wir viele Aktivitäten im Voraus gebucht hatten, habe ich mich sehr auf diese Reise gefreut und sehr lang darauf gewartet bis es endlich losgeht.

Wir hatten das Glück, dass wir bereits früh morgens in Dubai gelandet sind, sodass wir den kompletten ersten Tag nutzen konnten. Nachdem wir unser Hotel mit der Bahn erreicht hatten, war die erste Amtshandlung endlich frühstücken zu gehen. Alles was das Schlemmerherz begehrt, war da. Es war so viel da, dass man nicht wusste wohin man zuerst schauen sollte, geschweige denn womit man anfangen sollte. Zufrieden und gesättigt, ging es zum Strand.  Die Gäste des Mövenpick Hotels können den kostenlosen Shuttle Service nutzen, um an die Strandbar “Oceana” zu kommen. Tolle Aussicht auf die Skyline von Dubai. Mit den Liegen am Strand wird es allerdings eng, wenn man etwas später kommen möchte. Dort verbrachten wir ganz gemütlich den ganzen Tag. Es war ziemlich anstrengend sich wach zu halten. Komischerweise habe ich den Flug nicht ganz so gut vertragen. Wie dem auch sei, waren wir dennoch bis in die tiefste Nacht auf den Beinen. Und der Urlaub hat für uns begonnen … Der erste Eindruck von Dubai war: “Ja ok, wir sind im Reichtum & der Welt der Superlative angekommen!” Der dekadente Lebensstil springt einem sofort ins Auge, keine Frage. Ferrari hier, Bentley dort. Aber es waren durchaus Momente oder Situationen, die mich doch ein wenig irritiert haben. Der Zwiespalt zwischen hoch modern und tief traditionell verfolgte mich die ganze Woche über. Dies führt auch zu meinen zweiten Tipp.

Tipp2: Achtet auf eure Kleidung, insbesondere am Abend! Frauen sollten ihre Schultern und Knie bedecken und Männer lange Hosen anziehen.

Tagsüber wird es, vermute ich mal toleriert, wenn Frauen kurze Röcke tragen. Jedoch als wir den dritten Tag in der Stadt verbracht hatten, war mir es sehr unangenehm und ein paar komische Blicke habe ich auch kassiert. Also im Gegensatz zu mir, lieber sich ein paar mehr Gedanken über die Kleiderwahl machen. 🙂Als wir den ersten Abend am Strand verbracht haben und den unglaublichen Sonnenuntergang bewundern konnten, machten wir uns schon Gedanken für den nächsten Tag. By the way: Die Sonnenuntergänge sind unbeschreiblich schön! Die abendlichen Sonnenstrahlen vergolden die Hochhäuser von Dubai und man hat tatsächlich das Gefühl man befinden sich in einer Stadt, die aus Gold erbaut wurde. Anyway, auf dem Weg zurück ins Hotel sind uns ein paar wunderschöne Spots aus dem Fenster des Shuttles aufgefallen, die einfach nur meeeega gut aussahen. Zum Beispiel das Hotel One & Only Royal Mirage. Mein Gott war das eine Location. Wir haben uns dann gleich im Internet erkundigt, ob man dort vielleicht als Besucher den Hotelstrand nutzen kann. Haben allerdings leider keine Info gefunden. Echt Schade, ich glaube das wären auch super tolle Fotos geworden. Jedoch kann man als Nicht-Gast die Bar auf einen oder zwei 🙂 Drinks besuchen. Sollte man auf jeden Fall tun, es ist einfach eine unglaublich schöne Kulisse!Morgens aufgewacht, nach dem Frühstück haben wir noch bisschen diskutiert, ob wir unser Glück beim One & Only Royal Mirage nun versuchen sollten oder es doch lassen. Im Endeffekt haben wir uns dagegen entschieden, da wir nicht wussten, ob überhaupt und wenn doch, dann gibt es da bestimmt auch irgendwelche Sonderrichtlinien, die uns einen Strich durch die Rechnung ziehen würden. Stattdessen nahmen wir uns ein Taxi zum öffentlichen Strand Jumeirah am Burj Al Arab. Laut Google Maps gäbe es auch eine direkte Bus-Verbindung vom Hotel zum Strand, allerdings haben wir am Bahnhof vor Ort, das Bus-System nicht ganz durchgeblickt. Und mit einem Taxi geht es sowieso schneller 🙂

Dort angekommen, war der Strand ziemlich voll. Nicht überfüllt, aber es war schon einiges los. Es gibt unterschiedliche Strandbereiche. Die sind auch deutlich gekennzeichnet, welcher Strandabschnitt für die Surfer und welcher für die Badegäste vorgesehen ist.

Tipp3: Wenn man in Dubai an einen ganz bestimmten Ort möchte, sollte man sich gleich ein Taxi nehmen und nicht erst einen Versuch mit den öffentlichen Verkehrsmittel starten.

Trotz der Tatsache, dass viele die Wintermonate als die beste Reisezeit benennen, war mir persönlich das Wasser viel zu kalt um zu baden. Ich war zwar komplett im Wasser drin. Das aber nur ganz selten und nach minutenlangem Überwinden auch ganz kurz. Tagsüber waren die Temperaturen echt angenehm, aber abends hat man ein leichtes Jäckchen gebraucht.

Nach zwei Tagen Strand, haben wir wieder mal ein alternatives Programm dringend nötig. Damit haben wir gleich abends angefangen. Frisch und munter sind wir mit den Zug zu Dubai Marina gefangen.  Der Hafen ist in der Tat faszinierend. Von den Hochhäusern umringt, kommt man sich so klein vor. Wir haben uns ein tolles Abendessen mit einem Wahnsinnsblick auf die Hochhäuser gegönnt. Und auch hier war der Zwiespalt zwischen der Tradition und Modernität präsent. Die vorbeifahrenden Jachten mit lauter Menschen an Bord, die ihre Party bei dem aktuellsten Ed Sheeran Hit genoßen und der im Hintergrund ertönende Aufruf zum Gebet von der nahe gelegenen Moschee. Ich kann nicht sagen, dass ich mich zu 100% wohlgefühlt habe. Es war auf irgendeine Weise einschüchternd. Entweder habe ich die Stadt mit ihren unterschiedlichen und konträren Facetten nicht ganz verstanden oder ich kam mit vielen Situationen nicht klar, weil es eben so neu war.  Dubai ist ja auf der ganzen Welt dafür bekannt, dass es die Stadt der Rekorde ist. Man hat das Gefühl, die Jagd der Rekorde hat hier eben erst begonnen und wird sich noch viele viele Jahre fortsetzen. So haben wir uns im Voraus dafür entschieden eine der berühmtesten Errungenschaft & das Wahrzeichen Dubais  anzuschauen. Na klar, ich rede hier von Burj Khalifa.

Somit ginge es am dritten Tag hoch hinaus. Das höchste Gebäude der Welt, ragt mit seinen 828 Meter hoch in den Himmel. Es ist echt schwierig den Turm ganz auf ein Bild zu bekommen, muss man schon sagen. Der Eingang ist in der Dubai Mall. Ehrlicherweise ist dieser ein bisschen schwierig zu finden und wir waren nicht die einzigen, die das Problem hatten. Da wir im Voraus uns Kombi Tickets (Burj Khalifa & Dubai Aquarium) gekauft hatten, konnten wir recht schnell zum Aufzug. Es war schon mega cool auf dem höchsten Gebäude der Welt zu stehen. Aber die Aussicht im Vergleich zum Empire State Building oder dem Rockefeller Center in New York ist meiner Meinung nach ein wenig enttäuschend. Sehr viel Wüste & vereinzelten Flecken mit Wolkenkratzern. Im Nachhinein kann ich sagen: “Ja ich war ganz oben, auf den höchsten Gebäude.” Aber ginge es primär um die Aussicht müsste ich da nicht nochmal hoch. Sagen wir es mal so, die Aussicht ist noch ausbaufähig und dazu ist genügend Potenzial da. Angesichts der zahlreichen Baustellen, denke ich wird es auch so kommen.  Weiter ging es im Programm mit dem Dubai Aquarium. War cool. Das Aquarium befindet sich ebenfalls in der Dubai Mall, wenn man auf dem richtigen Geschoss ist, ist es eigentlich nicht zu übersehen. Man kann sogar mit den Rochen & Haien im Aquarium tauchen. Dazu müsste man aber tief ins Portmonnaie greifen. Das einzige, was mich gestört hat, dass es ziemlich überfüllt war. Aber das es ist die Erfahrung wert.   Nachdem wir unser Pflichtprogramm absolviert hatten, ging es endlich mit dem los, was ich schon soooo lange vermisst habe und schon soooo lange nicht mehr soooo ausgiebig gemacht habe. SHOPPING!!! Als wir schon die Dubai Mall am frühen Morgen betreten haben, musste ich mich zusammenreißen, um nicht einen Zwischenstopp einzulegen.

Also Dubai Mall ist eindeutig ein Shopping Paradies! Anders kann man es nicht bezeichnen. Ich glaube das ist jede Mall in Dubai. Es gibt wirklich ALLES! Für groß & klein, für sie, für ihr, für die Wohnung, Autos, Hobbies  …. einfach alles. Kein Wunder, obwohl wir den kompletten Tag dort verbracht hatten, haben wir nicht ein Mal die Hälfte der Mall gesehen. Nach vielen Jahren kann ich mich mittlerweile sehr gut im Breuninger in Stuttgart orientiert. Aber ich vermute mal Dubai Mall ist das dreifache davon. Nicht verwunderlich, dass wir so einige Male auf den Plan schauen mussten um irgendwas zu finden.

Nach dem langen, langen Tag ergriff uns die wohlbekannte Shopping-Müdigkeit und wir begaben uns in die Richtung des Hotels. Aber nicht ins Zimmer, sondern auf einen kurzen Abstecher in die Bar, um auf den erfolgreichen Shopping-Marathon mit einem Cosmopolitan, zumindest ich, anzustoßen. 🙂  Der 31 Januar kam sehr schnell und wir hatten ein ganz tollen Tag in der Wüste verbracht. Es war der perfekte Jahresabschluss. Besser hätte das Jahr 2017 nicht enden können. Wir hatten so viel Spaß und haben so viel gelacht. Heute erinnere ich mich gerne an die Stunden in der Wüste von Dubai. Meiner Meinung nach war der Ausflug in die Wüste das beste und spannendste Erlebnis von der ganzen Reise. Es hat sich mehr als gelohnt in die Tickets für das Abenteuer im Voraus zu investieren. Ich kann es nur wärmstens ans Herz legen und nur mit guten Erinnerungen weiterempfehlen! Angefangen hat das Abenteuer mit der Möglichkeit einen Quad zu fahren. Gefolgt von einer Jeep-Safari. Das war mein absolutes Highlight. Mein Adrinalinspiegel geriet an sein Limit. Aber es war so gut! Ich hätte es am liebsten am nächsten Tag wiederholt. Das Erlebnis kann man nicht in Worte fassen. Als würde man über die Dünen schweben, aber anstatt eines fliegenden Teppichs mit einem coolen Geländewagen. Nach der Safari erreichten wir einen Aussichtspunkt. Dort haben ein wenig Zeit verbringen dürfen und Fotos machen oder Sandboarden. Aber ich fande, dafür war ein bisschen zu wenig Zeit eingeplant. Es ging alles doch ein bisschen hektisch zu. Nachdem alle eingesammelt wurden, ging es weiter in ein Beduinen-Camp zum Dinner. Traditionelles Essen, Henna-Tatoos, Kamelritt, Shishas und ein paar Showeinlagen waren im Preis inkludiert. Praktisch das gesamte orientalische Paket, All in one.  Es war wirklich ein ganz ganz oder Tag bzw. Abend. Von mir aus hätte es auch noch länger gehen können.Am nächsten Tag wollten wir unbedingt einen Helikopter Flug über Dubai machen. Wir haben uns entschlossen die Aktivität als einzige eben nicht im Voraus zu buchen. Das war der Fehler! Es war alles für eine Woche ausgebucht und das bei allen Anbietern.  Deshalb …

Tipp 4: Es ist in der Tat besser sich alle Tickets für die Wunschaktivitäten im Voraus zu kaufen. Insbesondere wenn man mit dem Heli über Dubai fliegen möchte.

Nun ja hat uns ein bisschen die Stimmung vermiest. Konnte man nichts ändern. Für das nächste Mal wissen wir aber bescheid. Aus Fehlern lernt man schließlich. Die restlichen zwei Tage verbrachten wir also am Strand. Ohne groß etwas unternehmen zu wollen, genoßen wir die Sonnenstrahlen, denn schon bald würden wir wieder in die Realität zurückkehren und da wartete ein Haufen Arbeit auf uns. In Großen & Ganzen war das eine spannende Reise. Aber ob Dubai zu meinem Lieblingsziel wird, kann ich nicht echt sagen. Im Nachhinein gesehen, hätten wir auch einen Tagesausflug nach Abu Dhabi machen können, das hätte es vielleicht noch aufgepeppt. Jedenfalls ist Dubai von der BucketList abgehackt! Aaaber Abu Dhabi steht noch drauf. 🙂

8 Gedanken zu „The World of Thousand & One Nights“

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